Immer wieder ist die Rede von STI. Aber was steckt dahinter?
Tatsächlich steht diese Abkürzung für »Sexually transmitted infections« also sexuell übertragbare Infektionen. Im Volksmund auch bekannt als »Geschlechtskrankheiten«.
Es geht also um Krankheiten die hauptsächlich durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Dabei ist es meist unerheblich, wie und mit wem (heterosexuell, homosexuell) dieser Geschlechtsverkehr erfolgt.

30 verschiedene Geschlechtskrankheiten

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Weltweit gibt es rund 30 verschiedene Geschlechtskrankheiten.

Besonders verbreitet sind dabei Chlamydien. 2016 haben sich allein 127 Millionen Menschen weltweit angesteckt. Aber auch andere Geschlechtskrankheiten wie zum Beispiel Trichomonaden, Gonorrhö (Tripper) oder Syphilis sind stark verbreitet. Mit diesen drei Geschlechtskrankheiten haben sich 2016 insgesamt knapp 250 Millionen Menschen infiziert. Und dazu kommen auch noch geschätzt 500 Millionen Menschen, die sich mit Genital-Herpes infiziert haben sowie allein über 300 Millionen Frauen, die unter einer HPV-Infektion leiden.

Infektionen können durch verschiedene Erreger verursacht werden. Die Syphilis, die Gonorrhö und Chlamydien-Infektionen werden z. B. durch Bakterien ausgelöst. Beispiele für Viren, die sexuell übertragen werden können, sind HIV das Hepatitis-B-Virus (HBV), Herpes-Viren und Humane Papillomviren (HPV). Weiterhin gibt es Pilze (z. B. vaginale Pilzinfektion), Parasiten (z. B. Trichomonaden) und Gliederfüßler (z. B. Filzläuse/Krätzmilben). Das Übertragungsrisiko variiert je nach Erreger und Infektionsort (vaginal, anal, oral).

Die Übertragungswege sind dabei so vielfältig wie die Geschlechtskrankheiten selbst.

So kannst du dich beim vaginalen, analen oder oralen Geschlechtsverkehr anstecken, aber auch schon beim Küssen oder Petting. Durch Schmierinfektionen, Kontakt zu Körperflüssigkeiten oder Kontakt zu infektiösen Hautausschlägen. Ebenso kann eine sexuell übertragbare Infektion von der Mutter während der Schwangerschaft, der Geburt oder des Stillens auf ihr Kind übertragen werden.

Angst vor Geschlechtskrankheiten…

…muss man aber nicht haben. Wer sich informiert, einfache Regeln befolgt und sich regelmäßig testet, braucht sich keine Sorgen machen und kann seine Sexualität in vollen Zügen ausleben und genießen.

Wir sagen euch, was ihr wissen müsst und halten euch auf dem Laufenden zu allen Themen rund um STI. Siehe auch – So kannst du dich vor Geschlechtskrankheiten schützen

Lebensfreude ohne Geschlechtskrankheiten

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